Meine erste Triathlon-MD - oder was daraus wurde

Das Seuchenjahr sollte kein Ende finden... Es wurde kein Finish aber diesmal war ich nicht schuld!
 
Da ich ja nun im Rheinland wohne und ich eigentlich in diesem Jahr auch meine erste Mitteldistanz machen wollte, lag nichts näher, als mich in Köln beim Carglass-Köln-Triathlon-Wochenende anzumelden. Laut mehrerer Meinungen eine schöne Veranstaltung und eine gute Wahl für die erste MD.
 
Da es für mich mal wieder in die Hose ging hier nun auch nur eine kurze Beschreibung des Tages und ein Haufen Bilder, die ich euch nicht vorenthalten möchte.
 
Das Schwimmen ...
... fand auf der Regattabahn im Fühlinger See statt. Davor hatte ich nicht viel Angst, bin ich doch 4 Kurz vor dem StartWochen vorher die 1,9 km auch schon unter Wettkampfbedingungen beid der Staffel in Wiesbaden beim IronMan geschwommen. Diese 1,9km in Köln waren das schönste und beste Schwimmen, das ich bisher erleben durfte. Immer an den Bojen der Bahn entlang hatte ich gar keine Chance, mich wieder zu verschwimmen. So bin ich komplett durchgekrault und hatte nach 15 Minuten meinen Rythmus gefunden. nach 1.400m wurde ich sogar schneller als ich in einen Flow kam, den ich bis dato weder beim laufen noch  beim Schwimmen erlebte. Lange gestreckte ruhige aber kräftige Armzüge entfernten mich von meinem "Schwimmpartner", der sich bis dahin ein kleines Rennen mit mir lieferte. Ich hatte Spaß und hätte in dem Moment auch noch viel weiter schwimmen können. Laut meiner eigenen Zeitmessung steig ich nach nur 47 Minuten aus dem Wasser.
 
Das Radfahren ...
... auf dem Rad hatte ich auch sofort das Gefühl, dass es heute läuft. Eine relativ flache aber sehr windanfällige Strecke. Aber die Beine waren leicht. Etwas sehr einsam war es auf der großen nördlichen Schleife, auf der ich das ein oder andere mal schon hoffen musste, mich nicht verfahren zu haben.
Sven auf dem Rad beim Köln-TriathlonNach 60 km fingen die Beine etwas an zu brennen und die Waden wollten kurz platzen, aber das verging wieder. Was dann geschah, war das Traurige: Auf der Deutzer Brücke, kurz vor der Wende auf die letzte kleine 15 - 20km-Runde fuhr ein Kampfrichter neben mich und teilte mir da schon mit, dass es sein kann, dass ich sofort in die Wechselzone muss und nicht weiter fahren darf. Beim Vorbeifahren sah ich schon an der WZ einige Athleten wild mit den Helfern diskutieren. Auch ich wurde dann sofort in die WZ beordert. Nach 2,5h Fahrzeit und über 70 km!
 
Ich bin zwar noch zum Laufen gestartet aber verlor meine ganze innere Spannung. "Selbst wenn ich heute noch die 21 km laufe, werde ich keine MD finishen." Das nahm mir sämtliche Lust und ich stieg aus, wie wohl die meisten anderen, die nicht zu Ende fahren durften. Mittlerweile hat sich der Veranstalter auf Facebook dazu geäußert. Allerdings fehlt der Beitrag schon wieder. Man hat sich dafür entschuldigt, dass die Zeiten im Vorfeld falsch eingeschätzt wurden und will uns mit irgendetwas entgegenkommen/entschädigen - ich bin gespannt. Ich hätte an diesem Tage locker meine erste MD geschafft. Denn selbst beim Laufen hatte ich keine Rückenschmerzen und keine Probleme, ins Laufen zu kommen.
 
Aber was solls - ich hatte das geilste Schwimmen, das ich bisher erleben durfte.

 

Köln Triathlon Weekend 2014
Köln Triathlon Weekend 2014
Köln Triathlon Weekend 2014
Köln Triathlon Weekend 2014
Köln Triathlon Weekend 2014
Köln Triathlon Weekend 2014
Sven nach dem Schwimmen
Sven nach dem Schwimmen
Und ab aufs Rad...
Und ab aufs Rad...

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