24-Stunden-Schwimmen in Wuppertal

Gefunden, gelesen, kurz drüber nachgedacht - ja, das probierste mal!
Im Schwimmleistungszentrum findet alljährlich im Januar ein groß angelegtes 24-Stunden-Schwimmen statt. Offen für jeden, der sich länger als 25 Meter über Wasser halten kann, egal welchen Alters und Ambitionen - also auch für mich. Also nix wie hin. Zielsetzung mindestens 15 Kilometer, hab' ja schließlich 24 Stunden Zeit.
Im Vorfeld holte ich mir ein paar Tipps bei Tim Janke und kann jetzt schon verraten, dass ich alle Hinweise beachtet habe - bis auf einen.

Der Samstagvormittag gestaltete sich mit dem Organisieren der Eigenverpflegung. Da kam dann auch einiges zusammen. Es sollte ja beim Essen nicht langweilig werden.
 
Wenn man bei der Veranstaltung ins Wasser hüpfen will, muss man sich eine Startkarte für preiswerte 4 Euro käuflich erwerben. Das ist natürlich ein Hammerpreis, wenn man bedenkt, dass man geschlagene 24 h dort verbringen kann. Dem kam ich dann gegen 16 Uhr auch nach. Zu diesem Zeitpunkt lag der Startschuss schon 3 Stunden zurück. Ich hatte keine Lust auf das massive Anfangsgetümmel.
 
Das riesen Becken 8 x 50m-Bahnen war quergeteilt in 25m-Bahnen. Meine Wahl fiel auf Bahn 5, die die zu diesem Zeitpunkt dort schwammen, bewegten sich ungefähr in meinem Tempo, wenn nicht sogar etwas langsamer. Also rein da. Die Startkarte gibt man bei den Bahnenzählern ab, welche dann die erforderlichen Striche auf das Kärtchen machten. Es gab am Ende zwar eine kleine Diskrepanz von 250 Metern zu meinen Lasten gegenüber dem, was meine Uhr mir anzeigte, aber darüber beschwert man sich nicht. Es ist mit Sicherheit nicht einfach, sich die ganze Zeit auf die Schwimmer zu konzentrieren.
 
Insgesamt kam ich "nur" auf 10 Kilometer. Nicht, weil ich nicht mehr konnte, sondern weil mir das mit der Zeit einfach zu langweilig wurde, auf der 25-Meter-Bahn immer hin und her zu schwimmen. Da lob' ich mir den Fühlinger See... Ich schwamm die 10.000 m in verschiedenen Intervallen: 1500 m zum warm werden, 2500 m, 3 x 2000 m. zwischendurch 20 - 30 Minuten Pause.
 
Des Weiteren kam noch der Tipp Tims dazu, dem ich nicht nachkam. Ich vergaß, mir diverse Stellen mit Vaseline einzuschmieren. So rieb ich mir ab Kilometer 6 die Achseln immer weiter auf, was dann auch irgendwann mal böse brannte. Dies und die Dristess beim Bahnen ziehen brachten mich dann dazu, mein heimisches Bettchen aufzusuchen.
 
Fazit dieses Experimentes: Ich komme nächstes Jahr bestimmt wieder, aber nur um am Stück so lange wie möglich zu schwimmen und dann geht's wieder raus. 24 Stunden inklusive Pausen werde ich wohl nicht noch mal angehen.

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