Ein Trail mit Blick

Das neue Orga-Team hatte eingeladen, die neue Strecke zum wiederbelebten Borderland Ultra kennenzulernen. Für den Sonntag 29.09.2019 stand also die geplante Keltentrail Strecke mit ca. 18km zur Besichtigung, respektive Belaufung in meinem Laufkalender.

Bei idealem Laufwetter geht’s 9:00 los auf dem Sportplatz in Gleichamberg. Das liegt natürlich gleich am Berg, nämlich zu Füßen des Großen Gleichberg. Schnell aus dem Ort hinaus, verläuft die Strecke über zuerst über Wiesen- und Forstwege, biegt dann in den Wald und fantastische
Trails schlängeln sich den Berg hinauf. Schnell geht der Puls in die Höhe, die Strecke durch den Wald steigt rasant an.
Weiter oben säumen moosüberzogene Basaltbrocken den Weg, es ist sehr urtümlich hier.

Auf dem Großen Gleichberg gibt es einen Sendemast, daneben einen Steinbruch, an dessen steil abfallender Kante wir weiter nach oben laufen. Vom Gipfelkreuz aus ist der Ausblick nach Franken und in die Rhön traumhaft. Dem super Wetter verdanken wir eine tolle Fernsicht und auch auf das zu unseren Füßen liegende Gleichamberg. Einmal um den Berg herum können wir von der anderen Seite schon zum Kleinen Gleichberg hinüber schauen. Mit seinen offenen Basaltfeldern ist er sehr markant.

Zwischen dem Großen und dem Kleinen Gleichberg, am Waldhaus unterhalb des Steinsburgmuseums erwartet uns ein Verpflegungsstand mit allem, was das Läuferherz begehrt. Ein Lob an die Organisatoren, selbst Minisalamis und Käsewürfel, neben Kuchen und Salzstangen laden zum Mahl. Dann kommt wieder ein langer Anstieg, der an Kondition und Nerven zerrt, kerzengerade und stark ansteigend geht auf der anderen Straßenseite einen Wanderweg hoch. Kurz vor dem Gipfel dann sehr anspruchsvolle Trails über Basaltstufen, sehr roh gefügt und zu höchster Konzentration verpflichtend. Eckig und glatt wechseln sich ab, aber das hat auch seinen Reiz. Selbst auf den eben anmutenden Wegen ist mit herausschauenden Spitzen jederzeit zu rechnen. Die Strapaze lohnt sich, der Blick vom Kleinen Gleichberg ist noch atemberaubender. Über eine Ruine keltischen Ursprungs schweift der Blick über die Trümmerwüste des Steinsfeldes, als Basalt-Blöcke vulkanischen Ursprungs. Hier oben ist es stark windig, schnell laufen wir zurück in den Wald. Jetzt heißt es wieder Augen auf und Füße heben. Der Weg bergab ist anspruchsvoll. 

Nach einer erneuten Passage des VPs geht es auf breiten, lichtdurchfluteten Waldwegen wieder lange bergan um den Großen Gleichberg herum. Der Wald präsentiert sich herbstlich golden im Sonnenschein, bevor wir nach insgesamt über 700Höhenmetern wieder ins Tal zum Start/Zielgelände kommen. Mit Getränken und Fettbrot endet dieser schöne Lauftag in der Turnhalle, auch hier wieder ein großes Lob an Mike und seine Mitstreiter.

Fazit: Der geplante Lauf hat es in sich , die K18 Strecke ist sehr abwechslungsreich, reizvoll und landschaftlich einmalig.

Autor*in
29. September 2019