Mit dem MTB durchs Schwarzatal

Da ahnte ich noch nicht, welchen Weg ich wählte...

Seit einigen Wochen auf dem Plan im Kopf ging ich es heute mal an, das Schwarzatal von Katzhütte nach Schwarzburg und zurück mit meinem neuen MTB zu durchqueren.

In der Vorbereitung eine Strecke per GPX auf mein Navi gemeißelt, damit ich mich ja nicht verfahre, Werkzeug, Ersatzschlauch – man weiß ja nie…

Gegen 9.30 Uhr parkte ich mein KFZ am Bahnhof Katzhütte, bereitete das Rad vor, Helm auf, Navi ans Rad – Navi?! Ey, wo bist du? Offensichtlich immer noch zuhause. Na toll.
Ein Blick auf die Temperaturanzeige brachte mir das nächste innerliche Grollen – satte 4 Grad vormittags um 9.30 Uhr! Wasn Glück, dass ich wenigstens meine Armlinge dabei hatte.

Mit Hilfe des Handys habe ich aber auf meine Strecke gefunden, welche offensichtlich nur selten befahren oder belaufen wurde. 

Mittlerweile sind auch meine Finger etwas angefroren. Ich hoffe, das wird noch etwas wärmer.

In Meuselbach-Schwarzmühle musste man die Seite der Schwarza wechseln und ich landete auf einem schmalen Trail, der laut Auszeichnung, rotes Dreieck auf weißem Grund, auch der offizielle Weg ist. Dieser Weg ist völlig ungeeignet für jegliche Form von Fahrrädern außer gut gedämpfte MTB. Sonst gibt’s ne Gehirnerschütterung.
Mittendrin gings dann auch noch auf einem 30cm breitem Trail steil nach oben. Da half natürlich nur Schieben.
Kaputt oben angekommen wartete nach einem kurzen flachen Stück (immer noch 30 cm Trail) ein sehr steiles Abwärtsstück auf mich. An dieser Stelle, mit dem Wissen, auf dem Rückweg wieder hier hoch zu müssen, entschied ich mich, umzukehren und die Gegend, die hinter mir lag, ein wenig zu erkunden. 

Meine Erkenntnis war, dass ich auch statt des Trails über eine Waldautobahn hätte fahren können, wenn ich es denn gewollt hätte. Das wäre zwar länger, aber nicht weniger anstrengend gewesen, da es auch hier nicht nur flach ist. Da ist mir die Abwechslung im Gelände doch etwas lieber, auch wenn ich da sicherheitshalber meine Schuhe ausgeklickt hatte.

Am Ende landete ich nach etwas mehr als 2 Stunden, ca 17km und 300 HM wieder am Bahnhof Katzhütte, dessen Gebäude übrigens käuflich zu erwerben ist. Zwischendurch stieg die Temperatur im Tal auch auf hohe 10 Grad. Erfroren bin ich nicht.

Eine schöne Gegend mit viel Abwechslung auf der Strecke, wenn man sie denn will. Sehr zu empfehlen!

Autor*in
22. September 2019